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Mittwoch, 8. September 2010 |
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10:07:40 20.01.2005 :: Urs Eiselin wird Snowboard Vizeweltmeister im Parallel-Riesenslalom
Urs Eiselin rettet Schweizer Ehre Silbermedaille im Dauerregen von Whistler.
(Si) Urs Eiselin bewahrte die Schweizer Alpin-Fahrer an deren erstem WM-Einsatz in Whistler (Ka) vor dem totalen Debakel. Der 28-jährige Luzerner holte im Parallel-Riesenslalom hinter dem überragenden Lokalmatadoren Jasey Jay Anderson (CAN) die Silbermedaille.
Eiselin war schon vor seiner Medaillenfahrt durch bestechend sichere Läufe aufgefallen. Auf der durch den Regen völlig aufgeweichten Piste fand der Spassvogel des Schweizer Teams immer wieder die optimale Linie und umkurvte auch an die heiklen Stellen, an denen das Gros der WM-Athleten arge Probleme bekundete, recht locker. Selbst bei immer widriger werdenden Verhältnissen kam der Udligenswiler nicht von seinem markanten Carving-Stil ab.
Zwar eliminierte Eiselin im Halbfinal noch das französische Aushängeschild Nicolas Huet, scheiterte aber im Final am späteren Sieger Jasey Jay Anderson. Der 29-jährige kanadische Weltcup-Überflieger holte sich in seinem Heimatland nach dem schwachen Abschneiden im Snowboardcross den zweiten WM-Titel nach Gold im Riesenslalom von Madonna di Campiglio (2001).
Schochs Schicksal Für die anderen Schweizer begannen die alpinen WM-Rennen im Nass-Schnee von Blackcomb denkbar schlecht. Ausser Eiselin überstand kein einziger die Viertelfinals, Philipp Schoch scheiterte sogar schon vor der K.o.-Phase. Die klar schnellste Zeit im ersten Run der Ausscheidung genügte dem weltweit wohl besten Alpin-Fahrer des Winters nicht, um die Vorausscheidung zu überstehen. Im Dauerregen und -nebel von Whistler musste der dreifache Saisonsieger und Disziplinen-Führende seine Titelträume begraben.
"Ich wollte nach meiner Bestzeit im ersten Lauf einfach durchkommen. Dummerweise wurden mir zwei tiefe Löcher in der völlig durchweichten Piste zum Verhängnis", erzählte Schoch erstaunlich gefasst. "Ich erwischte einen Schlag auf der Backside-Kante und stürzte zwei Mal." Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich Schoch bereits heute im Parallel-Slalom, allerdings bei voraussichtlich ähnlich schlechten Bedingungen.
Die übrigen Schweizer kamen mit dem Nass-Schnee von Blackcomb zwar besser zurecht, hatten aber das Pech, dass sie früh aufeinander trafen. Heinz Inniger scheiterte im Achtelfinal an Teamkollege Roland Haldi, nachdem er sich im ersten Lauf einen massiven Rückstand eingehandelt hatte und im zweiten buchstäblich hängenblieb.
Frauen im Pech Qualifikationssiegerin Daniela Meuli schaltete zuerst die italienische Allrounderin Carmen Ranigler aus, obwohl es der Davoserin im zweiten Achtelfinal-Lauf bei einem Verschneider das Brett komplett quer gestellt hatte. Im Lauf gegen Fränzi Kohlis Achtelfinal-Bezwingerin Swetlana Boldikowa (RUS), rutschte Meuli am exakt gleichen Tor aus, wie schon zahlreiche Favoriten ausschieden. Trost fand Meuli im übrigen bei Philipp Schoch, der am selben Ort gepatzert hatte und von neben besagter Stelle den weiteren Rennverlauf verfolgte.
Ursula Bruhin, die so souveräne Weltcup-Leaderin, musste sich die zweite Titelverteidigung im Parallel-Riesenslalom schon im Viertelfinal abschminken. Gegen die Österreicherin Manuela Riegler handelte sich die Weltmeisterin von 2001 (Madonna di Campiglio) und 2003 (Kreischberg) einen kleinen Rückstand ein, im zweiten Lauf riskierte die 34-jährige Bruhin alles und – scheiterte am „Schweizer Tor“ bei dem mittlerweile alle ausgeschiedenen Schweizer am Streckenrand standen.
Quelle http://www.swiss-ski.ch/
Wichtige Hyperlinks http://www.tourismwhistler.com/ http://www.astalavista.ch/
Letzte Aktualisierung 10:40:02 20.01.2005
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